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Open WebUI für Unternehmen: Was es kann, was es kostet und wie du startest

145.000 GitHub-Stars. Über 400 Contributors. Und trotzdem haben die meisten deutschen Unternehmer noch nie von Open WebUI gehört.

Das ändert sich gerade.

Open WebUI ist eine Open-Source-Plattform, die dir eine eigene KI-Oberfläche auf deinem Server gibt — mit Funktionen, für die du bei ChatGPT Team oder Microsoft Copilot 20-30 Euro pro Nutzer und Monat zahlst. Deine Daten bleiben bei dir. Kein Abo. Kein Vendor Lock-in.

Klingt zu gut? Schauen wir uns an, was dahintersteckt.

Dieser Guide ist für dich, wenn du Freelancer, Solo-Unternehmer oder Inhaber einer kleinen Agentur bist und wissen willst: Bringt mir Open WebUI etwas? Was kostet es wirklich? Und wie starte ich — ohne selbst zum IT-Admin werden zu müssen?

Was ist Open WebUI? (Für Nicht-Techniker erklärt)

Open WebUI ist eine Benutzeroberfläche für KI-Modelle. Stell dir eine eigene Version von ChatGPT vor — nur dass sie auf deinem Server läuft, du die volle Kontrolle hast und niemand deine Daten sieht.

Die Software verbindet sich mit verschiedenen KI-Modellen:

Du entscheidest: Alles lokal? Nur Cloud-APIs? Ein Mix? Open WebUI gibt dir die Wahl.

Der entscheidende Unterschied zu ChatGPT:

ChatGPT Open WebUI
Wo laufen deine Daten? OpenAI-Server (USA) Dein Server (z.B. Hetzner, Deutschland)
Wer sieht deine Prompts? OpenAI Nur du
Monatliche Kosten 20-25 Euro pro Nutzer 5-15 Euro für den Server (egal wie viele Nutzer)
Eigene Modelle? Nein Ja, beliebig viele
Knowledge Base? Begrenzt Unbegrenzt, auf deinem Server
Multi-User? Nur in Team-Tarifen Ja, standardmäßig

Sprich: Open WebUI ist ChatGPT, aber du besitzt es.

Warum 145.000+ GitHub-Stars?

Open WebUI ist nicht einfach ein weiteres Tech-Projekt. Es ist eines der am schnellsten wachsenden Open-Source-Projekte weltweit. Warum?

1. Timing: Die Welt will KI — aber nicht zu den Bedingungen von OpenAI, Google oder Microsoft. Self-Hosted KI trifft einen Nerv.

2. Funktionsumfang: Open WebUI hat in 18 Monaten einen Funktionsumfang erreicht, für den kommerzielle Anbieter Jahre brauchen. Und es wird wöchentlich besser.

3. Community: Über 400 Entwickler tragen aktiv bei. Das Projekt wird nicht von einem einzelnen Startup abhängig — es gehört der Community.

4. Kein Vendor Lock-in: Du installierst es, du nutzt es, du kannst jederzeit wechseln. Keine Verträge, keine Kündigungsfristen.

Die 7 wichtigsten Features für dein Unternehmen

Du brauchst keine Feature-Liste mit 50 Punkten. Du brauchst die 7, die für dein Business den Unterschied machen.

1. Knowledge Base (Wissensdatenbank)

Lade Dokumente hoch (PDFs, Textdateien, Webseiten) und dein KI-Assistent kann darauf zugreifen. Kundenhandbücher, Prozessdokumentationen, Angebotsvorlagen — alles an einem Ort.

Praxis-Beispiel: Du lädst deine 10 besten Blogartikel hoch. Ab sofort kann der Assistent Inhalte im Stil deiner bisherigen Texte erstellen — ohne dass du jedes Mal alles erklären musst.

2. Multi-User mit Rollenkonzept

Mehrere Personen können Open WebUI nutzen — jeder mit eigenem Account, eigenen Chats und eigenen Einstellungen. Du als Admin entscheidest, wer welche Modelle und Funktionen nutzen darf.

Praxis-Beispiel: Dein Texterpraktikant bekommt Zugriff auf ein kostenloses Modell (Llama 3). Dein Senior-Berater arbeitet mit GPT-4o über API. Du zahlst nur, was tatsächlich genutzt wird.

3. Modellfreiheit

Du bist nicht an ein Modell gebunden. Nutze gleichzeitig:

Wechsle zwischen Modellen je nach Aufgabe. Für Brainstorming: ein schnelles, kostenloses Modell. Für den finalen Text: das beste verfügbare.

4. Telegram-Integration

Verbinde deinen KI-Assistenten mit Telegram. Schick ihm eine Nachricht mit deinem Smartphone — und bekomme die Antwort direkt in den Chat.

Praxis-Beispiel: Du bist unterwegs und brauchst schnell einen Entwurf für eine Kundenanfrage. Nachricht an deinen Bot: "Schreib mir eine Antwort auf die Anfrage von Müller GmbH zum Thema Website-Redesign." Fertig.

Bei Done24 nennen wir diesen Telegram-Bot "OpenClaw" — dein persönlicher KI-Assistent, erreichbar wie ein Kollege per Messenger.

5. API-Anbindung für Automatisierung

Open WebUI hat eine vollständige API. Das bedeutet: Du kannst es in deine bestehenden Workflows einbinden — mit n8n, Make, Zapier oder eigenen Skripten.

Praxis-Beispiel: Jeden Morgen um 8:00 zieht ein Workflow die wichtigsten E-Mails, erstellt eine Zusammenfassung und schickt dir den Tagesüberblick per Telegram.

6. Web-Suche und URL-Import

Open WebUI kann aktuelle Informationen aus dem Internet abrufen. Du gibst eine URL ein — und der Assistent analysiert die Seite, fasst zusammen oder vergleicht mit deinen Dokumenten.

Praxis-Beispiel: "Analysiere die Website von [Wettbewerber] und vergleiche ihr Angebot mit unserem." In 30 Sekunden hast du eine strukturierte Wettbewerbsanalyse.

7. Vollständige Datenkontrolle

Alle Chats, Dokumente und Einstellungen liegen auf deinem Server. Du entscheidest, was gespeichert wird, wie lange, und wer Zugriff hat. Du kannst alles exportieren, sichern oder löschen — jederzeit.

Für DSGVO-Compliance ist das entscheidend. Details dazu findest du in unserem DSGVO-Leitfaden für KI im Unternehmen.

Open WebUI vs. ChatGPT vs. AnythingLLM — Ehrlicher Vergleich

Du fragst dich: Warum nicht einfach bei ChatGPT bleiben? Oder warum nicht AnythingLLM, das andere beliebte Open-Source-Projekt?

Faire Frage. Hier die ehrliche Antwort:

Open WebUI vs. ChatGPT

ChatGPT ist besser, wenn:

Open WebUI ist besser, wenn:

Open WebUI vs. AnythingLLM

AnythingLLM ist ein solides Projekt mit Fokus auf Dokumentenverarbeitung (RAG). Aber:

Open WebUI AnythingLLM
GitHub-Stars 145.000+ ~35.000
Community-Größe Deutlich größer Kleiner
UI/UX Poliert, ChatGPT-ähnlich Funktional, etwas technischer
Knowledge Base Sehr gut Stärke (Kernfokus)
Multi-User Umfangreiches Rollenkonzept Basisfunktion
Modellauswahl Sehr flexibel Flexibel
Telegram-Integration Ja (Plugin) Nein (nicht nativ)
API Vollständig Vorhanden
Update-Frequenz Wöchentlich Regelmäßig

Fazit: Open WebUI ist die bessere Wahl für Unternehmen, die eine vollständige KI-Arbeitsumgebung brauchen. AnythingLLM ist stärker, wenn dein Hauptfokus auf Dokumentenanalyse liegt.

Was brauchst du? Hardware, Software, Kosten

Jetzt wird es konkret. Was kostet das Ganze wirklich?

Hardware: Ein Hetzner-VPS reicht

Für ein kleines Unternehmen (1-5 Nutzer) brauchst du keinen dedizierten Server. Ein virtueller Server (VPS) bei Hetzner reicht:

Server Specs Preis/Monat Geeignet für
CX22 2 vCPU, 4 GB RAM 3,49 Euro 1 Nutzer, nur Cloud-APIs
CX33 4 vCPU, 8 GB RAM 5,49 Euro 1-5 Nutzer, empfohlen
CX43 8 vCPU, 16 GB RAM 14,49 Euro 5-15 Nutzer oder lokale Modelle

Unsere Empfehlung: CX33 für 5,49 Euro/Monat. Das reicht für die meisten Freelancer und kleinen Agenturen.

Software: Alles Open Source

Laufende Kosten: Die ehrliche Rechnung

Die Serverkosten sind der einfache Teil. Der variable Faktor sind die LLM-API-Kosten:

Wenn du nur Cloud-APIs nutzt (GPT-4o, Claude):

Wenn du lokale Modelle nutzt (Ollama + Llama 3):

Gesamtkosten im Vergleich:

Lösung Monatlich (1 Nutzer) Monatlich (5 Nutzer) Jährlich (5 Nutzer)
ChatGPT Team 25 Euro 125 Euro 1.500 Euro
Microsoft Copilot 28 Euro 140 Euro 1.680 Euro
Open WebUI (Done24 Setup) 10-25 Euro 10-50 Euro 120-600 Euro

Plus einmalige Setup-Kosten bei Open WebUI (DIY: 0 Euro + deine Zeit, professionell mit Done24: ab 690 Euro).

Sprich: Ab dem zweiten oder dritten Monat fährst du mit Open WebUI günstiger — und hast die volle Kontrolle. Die detaillierte Kostenrechnung mit drei realen Szenarien findest du in unserem Kosten-Guide.

Der Weg zur eigenen Open WebUI: DIY vs. Professionelle Installation

Du hast zwei Optionen.

Option A: Selber machen (DIY)

Open WebUI hat eine gute Dokumentation. Wenn du dich mit Linux, Docker und Servern auskennst, kannst du alles selbst aufsetzen.

Was du brauchst:

Wo die meisten scheitern (oder Fehler machen):

Option B: Professionelle Installation (z.B. mit Done24)

Du gibst das Setup ab und bekommst in 24 Stunden eine fertige, gehärtete Installation:

Was im Done24-Setup enthalten ist:

Kosten: Ab 690 Euro einmalig (Core) oder 990 Euro (Premium mit 3 Workflows)

Was du danach hast: Einen funktionierenden, dokumentierten, sicheren KI-Assistenten auf deinem eigenen Server. Keine monatlichen Abo-Kosten an Done24. Alles gehört dir.

Die ehrliche Empfehlung: Wenn du dich mit Servern auskennst und Spass daran hast — mach es selbst. Wenn du deine Zeit lieber für dein Business nutzt und in 24 Stunden produktiv sein willst — lass es professionell machen. Die 690 Euro hast du durch gesparte Zeit und vermiedene Sicherheitslücken schnell wieder raus.

Security: Die 5 häufigsten Fehler bei der Installation

Nicht die Software ist das Problem. Die Installation ist es.

Fehler 1: Open WebUI direkt ins Internet stellen

Ohne Reverse Proxy oder Tunnel ist deine Open-WebUI-Instanz direkt erreichbar — inklusive aller Daten, Chats und Konfigurationen. Das ist, als würdest du dein Büro ohne Schloss an die Straße stellen.

Lösung: Cloudflare Tunnel oder Tailscale davor schalten. Kein direkter Port-Zugriff aus dem Internet.

Fehler 2: Standard-Passwörter und offene Registrierung

Open WebUI erlaubt standardmäßig, dass sich jeder registrieren kann. Wenn deine Instanz öffentlich erreichbar ist, kann sich jeder einen Account erstellen.

Lösung: Registrierung deaktivieren nach dem ersten Setup. Admin-Account mit starkem Passwort. Keine Standard-Zugangsdaten.

Fehler 3: Kein HTTPS

Ohne verschlüsselte Verbindung werden deine Prompts und Antworten im Klartext übertragen. Jeder im Netzwerk kann mitlesen.

Lösung: Immer HTTPS verwenden. Cloudflare Tunnel macht das automatisch. Alternativ: Let's Encrypt Zertifikat.

Fehler 4: Keine Backups

Dein Server crasht, eine Festplatte fällt aus, ein Update geht schief — und alle deine Chats, Dokumente und Konfigurationen sind weg.

Lösung: Automatisierte, tägliche Backups. Hetzner bietet Server-Snapshots für 1,19 Euro/Monat (für 20 GB).

Fehler 5: Updates ignorieren

Open WebUI wird wöchentlich aktualisiert. Sicherheitslücken werden gepatcht, Features verbessert. Wer nicht updated, riskiert bekannte Schwachstellen.

Lösung: Mindestens monatlich updaten. Am besten einen festen Termin setzen (z.B. erster Montag im Monat).

FAQ: Open WebUI für Unternehmen

Brauche ich Programmierkenntnisse für Open WebUI?

Für die Nutzung: Nein. Die Oberfläche funktioniert wie ChatGPT — du tippst Fragen ein und bekommst Antworten. Für die Installation: Grundlegende Linux-Kenntnisse sind hilfreich. Oder du nutzt einen professionellen Setup-Service wie Done24.

Kann Open WebUI GPT-4o oder Claude nutzen?

Ja. Du verbindest Open WebUI per API mit OpenAI (GPT-4o, GPT-4o-mini), Anthropic (Claude 3.5 Sonnet, Claude 3 Opus) oder Google (Gemini). Du zahlst dann nur die API-Kosten, nicht ein Abo.

Ist Open WebUI auf Deutsch verfügbar?

Ja. Die Oberfläche ist mehrsprachig und unterstützt Deutsch. Die KI-Modelle antworten auf Deutsch, wenn du auf Deutsch fragst — unabhängig vom gewählten Modell.

Wie sicher ist Open WebUI?

So sicher, wie du es konfigurierst. Die Software selbst wird von über 400 Entwicklern aktiv gewartet und erhält regelmäßige Security-Updates. Die Sicherheit hängt von deinem Server-Setup ab: Firewall, HTTPS, Zugriffskontrolle, Backups. Mit einem professionellen Setup (inklusive Security-Hardening) bist du auf der sicheren Seite.

Was ist der Unterschied zu ChatGPT Enterprise?

ChatGPT Enterprise kostet ab ~$60/Nutzer/Monat (mind. 150 Nutzer in manchen Tarifen) und läuft auf OpenAI-Servern. Open WebUI läuft auf deinem Server, kostet keine Nutzer-Gebühren und gibt dir volle Datenkontrolle. Für KMU ist Open WebUI die wirtschaftlichere und datenschutzfreundlichere Lösung.

Kann ich Open WebUI auch ohne Internet nutzen?

Wenn du lokale Modelle über Ollama nutzt: Ja. Dein KI-Assistent funktioniert komplett offline. Wenn du Cloud-APIs (GPT-4o, Claude) nutzt, brauchst du eine Internetverbindung für die API-Aufrufe. Die Open-WebUI-Oberfläche selbst läuft aber immer auf deinem Server.

Wie lange dauert die Installation?

DIY: 4-8 Stunden beim ersten Mal (wenn du dich mit Linux/Docker auskennst). Professionell mit Done24: 24 Stunden inklusive Security-Hardening, Telegram-Bot, Dokumentation und Übergabe.

Fazit: Open WebUI — dein eigenes ChatGPT, unter deiner Kontrolle

Open WebUI ist keine Bastlerlösung für Technik-Nerds. Es ist eine ausgereifte Plattform, die dir alles gibt, was ChatGPT Team oder Microsoft Copilot bieten — auf deinem eigenen Server, zu einem Bruchteil der Kosten, mit voller Datenkontrolle.

Für wen es sich lohnt:

Für wen es sich (noch) nicht lohnt:

Für alle anderen: Open WebUI ist der Weg.

Du willst Open WebUI in deinem Business nutzen — ohne Tage mit Installation, Konfiguration und Security zu verbringen? Done24 macht das für dich. In 24 Stunden steht dein OpenClaw-Assistent: installiert, gehärtet, getestet und dokumentiert übergeben. Auf deinem Server, in Deutschland, unter deiner Kontrolle. Ab 690 Euro einmalig. Keine Abo-Kosten. Alles gehört dir. Mehr erfahren über Done24

Stand: Februar 2026. Preise und Features können sich ändern. Aktuelle Informationen findest du auf der Open WebUI GitHub-Seite.

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